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Reisen in die andere Wirklichkeit – advanced

Jahresgruppe 2023
„Reisen in die andere Wirklichkeit“ – advanced

Beginn Sa, 6.5.2023 – insgesamt 7 Seminartage

Sa. 11 – 18.30 Uhr bzw. open end
So. 10 – 16 Uhr

Ort: Hainfeld bei Neustadt an der Weinstraße

Leitung: Sabine Rittner


Diese Jahresgruppe bietet erfahrenen Teilnehmer/innen die Möglichkeit, das heilsame bewusstseinserweiternde Potenzial von Trancezuständen vertiefend zu erforschen, um neue Räume für sich zu erschließen und die daraus gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse auf heilsame Weise im Alltag und Beruf nutzbar zu machen.


Es geht darum, gewohnte, alteingefahrene Wahrnehmungsmuster in Frage zu stellen, zu überprüfen, denn das kreative Potenzial von Trancezuständen liegt vor allem im Anregen unserer neuronalen Netzwerke für das „Verwirren und Verlernen“. Dafür werden sowohl in die Ruhe als auch in die Erregung (Ekstase) führende Wege angeboten. Im Zentrum jedes Treffens steht das Ritual mit einer der von der Anthropologin Prof. Felicitas Goodman wiederentdeckten „rituellen Körperhaltungen“®. In dieser Gruppe werden an jedem Termin sehr wenige und besonders ausgiebige Rituale angeboten, so dass ein vertiefendes Erforschen der eigenen Wahrnehmungs- und Bewusstseinswelten beim „Reisen“ in verschiedenen Wirklichkeitsdimensionen möglich ist. Es geht darum, unserem Körper als Instrument unserer Seele die Melodie der Einzigartigkeit wieder zu entlocken.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, den Seminartag abends plaudernd oder in Stille, tanzend, mit einem gemeinsamen Abendessen, einem Spaziergang oder gemütlich am Feuer sitzend ausklingen zu lassen.


Methoden

Verschiedene uralte und moderne Methoden der gezielten Bewusstseinsveränderung und -lenkung wie z.B. „Rituelle Körperhaltungen und ekstatische Trance“ nach Prof. Felicitas Goodman, Trancetanz und Trommeln, Klangtrance und Hypnose, Sufi-Meditation und Schamanentänze, Atemtechniken, Stimme und rituelle Gesänge, Körperbemalung etc. Wir nutzen kreative Ausdrucksmöglichkeiten (Bewegung, Malen, Schreiben, Instrumente, unsere Stimme) und das Kreisgespräch, um unseren Eindrücken Gestalt zu geben, sie zu verarbeiten und zu integrieren.


Sabine Rittner

ist Musiktherapeutin, Psychotherapeutin (approb. und HP), leitet seit mehr als 40 Jahren Aus-, Weiterbildungs- und Selbsterfahrungsseminare, ist forschend und lehrend tätig am Institut für Medizinische Psychologie der Uniklinik Heidelberg. Sie ist Trainerin für „Rituelle Körperhaltungen und ekstatische Trance®“ nach Felicitas Goodman.

Mehr Informationen: www.sabinerittner.de/zur-person/





Teilnahmevoraussetzung

Vorherige Teilnahme an mindestens 2 Jahresgruppen „Reisen in die andere Wirklichkeit“ mit Sabine Rittner in Heidelberg oder mindestens 1 Weiterbildungszyklus „Trance als Quelle der Kraft und Inspiration“ im Odenwald-Institut. Im Einzelfall kann auch die vorherige Teilnahme an mindestens 3 Seminaren mit Sabine Rittner, in denen Methoden der ekstatischen Trance praktiziert wurden, zur Teilnahme ausreichen.
Außerdem sind ausreichende Belastbarkeit und Selbstregulationsfähigkeit für die Integration und den Transfer der intensiven Erfahrungen in die Alltagswirklichkeit erforderlich.


Termine

Die Jahresgruppe umfasst insgesamt 7 Samstage + Sonntage an 5 Wochenenden von Mai bis Dezember 2023. Der 1. und 4. Termin ist mit Übernachtung!

1) Sa., 6.5.2023 + So., 7.5.2023
2) Sa., 15.7.2023
3) Sa., 16.9.2023
4) Sa., 11.11.2023 + So., 12.11.2023
5) Sa., 9.12.2023

Zeiten

Samstags 11.00–18.30 Uhr, danach offener Ausklang, tanzend oder gemütlich am Feuer im Garten und gemeinsames Abendessen möglich, sonntags 9.00–16.00 Uhr

Teilnahmegebühr

820,- € (ermäß. 750,- € für Studenten, Arbeitslose – mit Nachweis)
Unterkunft und Verpflegung sind im Seminarpreis nicht enthalten.

Der Ort

Zentrum in balance
Weinstraße 19
76835 Hainfeld
https://www.inbalancenet.de/zentrum-in-balance/

Anreise

Hainfeld liegt zwischen Neustadt an der Weinstraße und Landau in der Pfalz am westlichen Rand des Rheintales.
– Anreise im Auto, auch mit Fahrgemeinschaften, eine Teilnehmerliste wird rechtzeitig versandt.
– Wer mit der Bahn anreist, fährt bis Landau oder Edenkoben und von dort mit dem Bus (oder selbst organisiertem Taxi) die ca. 9 km bis nach Hainfeld. Evtl. können auch mit Teilnehmern Verabredungen zum Abholen getroffen werden.

Übernachtungsmöglichkeit

Im Zentrum „in balance“ gibt es derzeit keine zur Zimmervermietung, dafür aber die Möglichkeit, preiswert auf einer Matratze im schönen Meditationsraum zu schlafen (für 25,- € ohne Bettw. / 30,- € mit Bettw.).
Im Weindorf Hainfeld gibt es ganz in der Nähe Privatpensionen oder Unterkunft auf einem Weingut.

Ich empfehle, sehr rechtzeitig, spätestens nach dem ersten Kennenlernen der Umgebung, die Unterkunft für alle Termine zu buchen, weil die Südpfalz ein touristisch sehr beliebtes Wander-, Wein- und Erholungsgebiet ist.


Anmeldung

Verbindliche Teilnahme am Seminar über das Anmeldeformular.

Die Anmeldebedingungen finden Sie hier.
Eine Bestätigung und Zahlungsinformationen erhalten Sie im Anschluss per E-Mail.

    Ich willige ein, dass meine Angaben zur Kontaktaufnahme und Zuordnung für eventuelle Rückfragen dauerhaft gespeichert werden. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen. Hinweis: Diese Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, indem Sie eine E-Mail an sabinerittner@gmx.de schicken.

    Bei Fragen zum Seminar können Sie mir gerne direkt eine Nachricht schreiben.
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    Von der Sinnlichkeit des Singens


    Seminarwoche: Von der Sinnlichkeit des Singens
    DI, 02.06.2020– SO, 07.06.2020 (Pfingstferien)

    Eine intensive Selbsterfahrungs-Woche in der Natur mit Atem-, Stimm- und Körperarbeit, Trance und Ritualen
    Seminarleitung: Sabine Rittner
    Ort: Odenwald-Institut / Wald-Michelbach bei Darmstadt


    Singen ist die ursprünglichste Form von Selbstausdruck. Durch den Klang unserer Stimme – ob beim Singen oder Sprechen – tönt der gesamte Facettenreichtum unserer Persönlichkeit hindurch. Unsere Stimme ist klingende, „lauthafte Biografie“.


    Dieses Seminar ist als Einführung gedacht für Menschen, die mehr über ihre eigene Stimme spüren, hören, erfahren möchten und die diese natürlichste Quelle nährender und heilsamer Kraft in sich wiederentdecken und nutzen lernen wollen. Es ist gedacht als vorbeugende, gesundheitsfördernde Maßnahme für all diejenigen, deren berufliches „Haupt-Arbeitsmittel“ die Stimme ist. Es wendet sich auch an Menschen, bei denen in Belastungssituationen des Berufsalltags gelegentlich Atem- und Stimmschwierigkeiten auftreten und die sich Erfahrungen und praktische Hinweise wünschen, um rechtzeitig einer dauerhaften Stimmstörung vorbeugen zu können.

    Wir nehmen uns Zeit und Raum, unsere ureigenste, manchmal unter „Schmutz und Belastungen“ vergrabene Stimme wiederzuentdecken. Über den Weg der intensiven Eigenerfahrung werden wir unsere Lebensmelodie kennenlernen und uns für die Möglichkeit öffnen, aus unserer innersten Quelle ein ganz persönliches Kraftlied geschenkt zu bekommen.

    Im Wechsel von praktischer Eigenerfahrung und theoretischer Einbindung, von ruhiger Innenkehr und spielerischer Gestaltung, von Kontemplation und gemeinsamer Reflexion, von Mut zur Abgrenzung und Lust an der Hingabe, von Alleinsein und Gemeinschaftserleben, Nähe und Distanz, Ausdruck und Eindruck … werden wir an der Erweiterung unserer Selbstwahrnehmung und körperlich-stimmlichen Ausdrucksfähigkeit arbeiten. Der Zusammenhang zwischen Körper, Atem, Stimme, Stimmung und Gesundheit wird unmittelbar erlebbar werden.

    Auf unserer Entdeckungsreise begleiten uns u.a.: Stimm- und Körperarbeit, Entspannung und Klangmassagen, Rituale und intensive Naturerfahrung, Körperklang und Resonanzräume, Tanz und Trance, Rhythmus und Kraft, Lieder und Improvisationen, Chakrenarbeit und Meditationen, Sinnlichkeit und Körperkontakt, Farben und Formen sowie faszinierende Stimmen aus vielen Kulturen der Welt. Und Stille.


    Gemeinsam werden wir die Lust an der Sinnlichkeit des Singens wiederentdecken.


    Seminarzeiten
    Beginn: DI, 02.06.2020, 17.00 Uhr
    Ende: SO, 07.06.2020, 13.00 Uhr

    Seminargebühr
    500,- € + Übernachtung / Verpflegung: 378,- € im EZ / 298,- € im DZ

    Ort
    Odenwald-Institut
    Trommstr. 25
    D-69483 Wald-Michelbach
    Google Maps

    Tel. 06207/605-0
    info@odenwaldinstitut.de
    www.odenwaldinstitut.de


    Anmeldung
    Die Anmeldung zum Seminar bitte direkt über das Odenwald-Institut:
    Odenwald-Institut


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    Tribal-Trance-Dance-Journey


    Tribal-Trance-Dance-Journey

    Lass deine Seele tanzen!
    Mit Trancetanz, Rhythmen und Ritualen begleitet von Live-Musik des Percussion-Ensembles „Busch-Werk“


    Fünf Tage Intensivseminar:  11.–16.09.2022

    Ort: Centro d’Ompio am Ortasee / Norditalien

    Leitung: Sabine Rittner und Herman Kathan
    (Languages: German and English, if required)


    Tauche ein in die magische Kraft der Rhythmen, der Pulsation und der Klänge. Erkunde die Wirkung archaischer Kult-Rhythmen am eigenen Leib, lass dich von ihnen in andere Dimensionen der Wirklichkeit tragen. Lass dich verlocken, tanzend deiner Seele Flügel zu verleihen, im Schutz der Rituale endlich einmal alles loszulassen und doch gut gehalten zu sein. Die speziell auf die Situation abgestimmte Live-Musik versetzt dich dabei in die Lage, sowohl die in dir schlummernden kraftvollen Anteile als auch deine sinnlichen und stillen Seiten zu aktivieren.


    Inhalte

    In diesem Seminar werden die TeilnehmerInnen an mehreren mehrstündigen Ritualen teilnehmen, in denen sie das heilsame, bewusstseinserweiternde Potenzial von Trance-Zuständen in einem schützenden, ritualisierten Setting erleben können. Getragen, begleitet und gesteuert werden diese Prozesse von Live Musik, die von professionellen Musikern des Percussions-Ensembles “Busch-Werk” gespielt wird. Die Trommler dieses fünfköpfigen Ensembles (Herman Kathan, Norbert Schubert, Tiemo Feldmann, Christoph Jung und Uwe Berger) setzen sich seit über 20 Jahren mit Rhythmusarchetypen auseinander, wie sie speziell in der Musik Brasiliens und Westafrikas zu finden sind und dort bis heute in Trance-Kulten gespielt werden. Diese kraftvollen Rhythmen werden wir uns in diesem Seminar zu Nutze machen, denn auch wir Europäer können mit ihrer Hilfe mühelos in veränderte Wachbewusstseinszustände eintreten. Trancezustände, sofern sie in ritualisierter Weise aufgesucht, sicher begleitet und aktiv wieder verlassen werden, sind heilsam und regenerierend für Körper und Seele. Sie erleichtern den Zugang zu Kreativität und Intuition, sie unterstützen das Erschließen von Ressourcen, und sie fördern für fokussierte Fragen oft überraschende Lösungsmöglichkeiten zutage.

    → Gut zu wissen:
    Das Team wird bei dieser ausführlichen, besonders intensiven „Tribal-Trance-Dance-Journey“ diesmal mit einem komplett neuem Programm aufwarten! Diese Journey findet in 2022 nur ein einziges mal statt: am Ortasee!


    Methoden

    Trancetanz und indigene Trance-Rhythmen, „Rituelle Körperhaltungen und ekstatische Trance“® nach Felicitas Goodman, Hypnotherapie, Atem und Bewegung, Trommeln und Meditation. Es wird viel Raum sein, die „Reise“-Erfahrungen und Impulse im Ausklang der Rituale malend, schreibend, in Stille, in der Natur, in Kleingruppen und auch im gemeinsamen Kreisgespräch kreativ zu verarbeiten und zu integrieren. An den Abenden gibt es die Gelegenheit, unter Anleitung auch selber frei zu trommeln und miteinander musikalisch zu improvisieren. Musikalische oder tänzerische Vorerfahrungen sind nicht erforderlich.



    Das Team

    Sabine Rittner

    Sabine Rittner ist Psychotherapeutin (approb.), Musiktherapeutin, Hypnotherapeutin mit Spezialisierung in der Arbeit mit veränderten Bewusstseinszuständen und körperorientierter Psychotherapie. Sie arbeitet am Institut für Medizinische Psychologie der Universitätsklinik Heidelberg (Lehre, Psychotherapie, Trance-Forschung) sowie in eigener Praxis (Supervision, Coaching) und leitet seit vier Jahrzehnten Seminare im In- und Ausland. Sie ist langjährige Schülerin der Anthropologin und Bewusstseinsforscherin Prof.Felicitas Goodman und befugt, in der Methode der „rituellen Körperhaltungen und ekstatischern Trance“ auszubilden.
    Mehr Informationen

    Herman Kathan

    Herman Kathan ist Percussionist für westafrikanische und brasilianische Kult- und Profanmusik, Komponist, Leiter des Percussions-Ensembles „Busch-Werk“, Leiter von „Tam-Tam-Mandingue Deutschland“, Dipl. Religions-Pädagoge, freiberuflich als Musiker und Musiklehrer tätig seit 1986. https://kathan-zauberhaus.de

    In diesem Seminar fließen auf diese Weise in einem Synergieeffekt die jahrzehntelangen Erfahrungen von zwei „Altmeistern“ der Seminararbeit – Sabine Rittner und Herman Kathan – zusammen.

    Gruppe „Busch-Werk“ 

    Die Profimusiker der Gruppe „Busch-Werk“:
    Herman Kathan, Norbert Schubert, Tiemo Feldmann, Christoph Jung, Uwe Berger

    → Der Hörtipp zum Seminar:
    Die Doppel-CD „Trance“ von „Herman Kathan’s Busch-Werk and the Masters of Groove“ gibt’s bei www.Zauberhaus-Records.de


    Seminarort

    Das Centro d’Ompio ist ein besonderes, einmalig schön gelegenes Seminarzentrum in Pettenasco oberhalb des Ortasees (westlich vom Lago Maggiore). Es umfasst ein parkähnliches Gelände von 100’000 m² mit üppig blühenden Gärten, Terrassen, Kastanienwäldern, Wiesen und stillen Ecken, durchzogen von Wegen, die an Bächen, Quellen und einem Teich vorbeiführen. Von der Sonnenterrasse mit großem Swimmingpool hat man einen herrlich weiten Blick auf den Ortasee und die umliegenden Ausläufer des Monte Rosa Gebirges. Wir wohnen gemeinsam auf dem Gelände des Centro d’Ompio in der alten Casa Felicina, einem ehemaligen Bauernhof. Unser wunderschöner, großer, achteckiger Seminarraum liegt wenige Schritte entfernt im Grünen.
    In 10 Minuten Entfernung (per Auto) befindet sich die Alpe Selviana mit den herrlich erfrischenden Wasserfällen des Bergflusses. Von Jahrtausenden ausgewaschene Felswannen laden hier an heißen Tagen zum Baden ein.

    Die üppigen vegetarischen Mahlzeiten werden extra für uns von den zwei Köchinnen aus unserem Team liebevoll und frisch zubereitet. Bei minimaler Mithilfe der TeilnehmerInnen ermöglicht uns dies einen sehr günstigen Preis für die Verpflegung.


    Seminarzeiten

    Beginn: So., 11.09.2022, 18.00 Uhr
    Ende: Fr., 16.09.2022, 14.00 Uhr

    Seminargebühr inkl. Unterkunft

    980,- Euro

    Zusätzlich sind 100,- Euro Verpflegungspauschale bar im Kurs zu entrichten.

    Alle Teilnehmer/innen von Kursen, die im Centro d’Ompio stattfinden, haben außerdem einen einmaligen Beitrag an das Zentrum in Höhe von 22,50 Euro zu bezahlen.


    Bei Rückfragen zum Seminar

    Herman.Kathan(at)t-online.de
    Tel.: 07964 – 300034

    Sie können auch gerne Sabine Rittner direkt eine Nachricht schreiben.
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    Anmeldung

    Verbindliche Teilnahme am Seminar über das Anmeldeformular.
    → Die Anmeldung wird direkt an Herman Kathan geleitet.
    Die Bestätigung und Zahlungsinformationen erhalten Sie im Anschluss per E-Mail.
    Hier gelangen Sie zu den Anmeldebedingungen


      Ich willige ein, dass meine Angaben zur Kontaktaufnahme und Zuordnung für eventuelle Rückfragen dauerhaft gespeichert werden. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen. Hinweis: Diese Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, indem Sie eine E-Mail an sabinerittner@gmx.de schicken.

      Trance als Quelle der Kraft und Inspiration


      Trance als Quelle der Kraft und Inspiration

      Altperuanische Pfeife und Rassel

      Ein Methodenseminar zum Kennenlernen, Verstehen und Anwenden verschiedener Trancetechniken für Selbstmanagement, Alltag und Beruf

      Do., 20.10. – So., 23.10.2022 im Odenwald-Institut

      Seminarleitung: Sabine Rittner
      Assistenz: Julia Jung


      Trancezustände sind heilsam für Körper und Seele. Sie erleichtern den Zugang zu Kreativität und Intuition, sie unterstützen das Erschließen von Ressourcen, sie fördern überraschende Lösungsmöglichkeiten zutage. Trancezustände lassen sich einsetzen für Stressmanagement und Selbstfürsorge, für Visionsfindung und Konfliktlösung, für Prävention und Behandlung, für Coaching und berufliche Effizienz. Nicht zuletzt öffnen sie Tore für Sinnfindung und Spiritualität.


      Über aktive Eigenerfahrung verbunden mit theoretischer Reflexion werden exemplarisch sowohl sanfte, eher entspannende Techniken vermittelt, als auch solche Wege, die über die Stimulation des Nervensystems unseren Bewusstseinszustand verändern:
      Selbsthypnose, Meditation, Aktives Visualisieren, Klang und Trance, Rhythmus und Trance, Singen, Atemtechniken, sowohl ruhige, als auch kraftvolle Körper- und Bewegungstechniken, schamanische Trance, Rituale mit „rituellen Körperhaltungen und ekstatischer Trance“ (nach Felicitas Goodman), Trancetanz, Trommeln u.a.

      Das Anliegen des Seminars ist schwerpunktmäßig die Vermittlung von einfachen, „unspektakulären“, leicht erlernbaren Techniken, die sich für jede/n ohne großen Aufwand im Alltag und Beruf umsetzen lassen.

      Dieses Seminar eignet sich gleichzeitig auch als „Schnuppermöglichkeit“ für eine
      vertiefende Weiterbildung zum selben Thema im Jahr 2023

      im Odenwald-Institut.

      Nähere Auskünfte zur Weiterbildung gibt es auch direkt beim Odenwald-Institut



      Seminarzeiten
      Beginn: Do., 20.10.2022, 17.00 Uhr
      Ende: So., 23.10.2022, 13.00 Uhr

      Kosten
      Seminargebühr: 380,- €
      Übernachtung / Verpflegung: 85,50 € im EZ / 70,50 € im DZ pro Tag

      Ort
      Odenwald-Institut
      Trommstr. 25
      D-69483 Wald-Michelbach
      Google Maps

      Tel. 06207/605-0
      info@odenwaldinstitut.de
      www.odenwaldinstitut.de

      Anmeldung
      Die Anmeldung zum Seminar bitte direkt über das Odenwald-Institut:
      Odenwald-Institut


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      Vom heilsamen Umgang mit inneren und äußeren Grenzen

      Ein not-wendiges Seminar für Menschen, die mit Menschen arbeiten und gesund bleiben wollen
      Seminarleitung: Sabine Rittner
      Assistenz: Peter Schaub
      Ort: Burghof Stauf in der Pfalz
      Fr., 13.11. – So.,15.11.2020


      Selbstwert und Beziehungsfähigkeit beruhen auf der Fähigkeit, klare und gleichzeitig durchlässige Grenzen aufbauen zu können. Wo diese fehlen oder zu hart gesetzt werden, laufen wir Gefahr, körperlich und emotional auszubrennen oder zu „verhungern“. Das adäquate Setzen von Grenzen geschieht zwischen den Extremen der Überforderung / Erschöpfung und der Einsamkeit / Isolation.

      Eine der schwierigsten Grenzziehungen ist jedoch jene hin zu den eigenen Ansprüchen, zu den Forderungen, die ich an mich selbst stelle. Sich auf gesunde und flexible Weise abgrenzen können bedeutet immer auch, die eigene Mitte wiederzufinden, zentriert zu sein.


      Inhalte
      Das Seminar bietet Gelegenheit zur intensiven Selbsterfahrung mit diesem Thema, das sowohl unser Privatleben mitgestaltet, als auch wesentlichen Einfluss auf unsere langfristig erfüllte berufliche Tätigkeit hat. Ganz besondere Bedeutung hat das Thema „Umgang mit Grenzen“ in helfenden / pädagogischen / therapeutischen Berufen. Ziel ist es, an diesem Wochenende Impulse für heilsame Veränderungsprozesse zu setzen. Dazu lernen die TeilnehmerInnen einfache und sehr effektive Techniken kennen, die sich in den Alltag gut übertragen lassen.

      Die Erweiterung dieses von mir bisher in verdichteter Kurzform angebotenen Seminars auf ein ganzes Wochenende hat den großen Vorteil, dass mehr Raum bleibt fürs Innehalten, Nachspüren, Verstehen und nicht zuletzt auch fürs Erholen in der wunderschönen umgebenden Natur des Seminarhauses Burghof Stauf.



      Methoden
      Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung, Partnerübungen, Coaching- Elemente, ein Selbsthilfe-Methodenbazaar, Klangtrance und Hypnotherapie, Reflexion und Information. Das Seminar enthält Phasen intensiver körperorientierter und auch musiktherapeutischer Selbsterfahrung. Sie erlernen darüber hinaus die „Übungen der Kraft“: eine Bewegungssequenz aus dem QiGong, die Klarheit und Abgrenzungsfähigkeit fördert und in Ihrem Alltag leicht einsetzbar ist. Wir nutzen kreative Ausdrucksmöglichkeiten (unsere Stimme, Bewegung, Malen, Schreiben, Musikmachen) und das Partner- und Kreisgespräch, um unseren Eindrücken Gestalt zu geben, sie zu verarbeiten und zu integrieren.

      → Die TeilnehmerInnen erhalten Informations- und Übungsmaterialien zur eigenen Weiterarbeit.


      Seminarleitung
      Sabine Rittner, mehr Informationen über mich finden Sie hier

      Assistenz
      Peter Schaub, Atemtherapeut


      Der Ort
      Ein lange Zeit leer stehendes Kinderheim auf einem keltischen Besiedelungsplatz und Burghügel in der Nordpfalz wurde von engagierten Menschen sowohl zu einem gemeinschaftlichten Wohnprojekt (www.gemeinschaft-burghofstauf.de), als auch zu einem Gästehaus-Retreatzentrum mit Seminarbetrieb (www.gaestehaus-stauf.de) umgebaut. An diesem wunderbaren Ort, mit weitem Blick über die liebliche pfälzer Hügellandschaft und Wälder, findet dieses Seminar statt. Wenige Gehminuten entfernt befindet sich auf einem Burghügel mit weitem Ausblick über das Tal ein ganz besonderer Kraftplatz. Wer sich vorher oder im Anschluss an das Seminarwochenende eine erholsame Auszeit z.B. mit Wanderungen im schönen Pfälzer Wald, Faulenzen, Massage oder anderen Wohlfühl-Einzelbehandlungen gönnen möchte, kann dies zusätzlich buchen in unserem „Gästehaus Burghof Stauf“.


      Rosenkranz

      Anreise
      mit der Bahn bis Eisenberg/Pfalz, von dort ist Abholung (10 Min. Weg) gerne möglich (5,-€ pro Fahrt).                     
      – im Auto mit Fahrgemeinschaften, eine Teilnehmerliste wird rechtzeitig versandt.

      Zeiten
      Beginn Fr., 18.00 Uhr (mit dem Abendessen) – Ende So., ca. 14.00 Uhr (nach dem Mittagessen)

      Die Kosten
      Seminargebühr: 290,- Euro (ermäß. 250,-€)  

      Unterkunft und Vollverpflegung:
      180,- € im Einzelzimmer / 168,- € im Doppelzimmer für die gesamte Zeit



      Verbindliche Teilnahme am Seminar über das folgende Anmeldeformular
      Die Anmeldebedingungen finden Sie hier
      Die Bestätigung und Zahlungsinformationen erhalten Sie im Anschluss per E-Mail.


          Ich willige ein, dass meine Angaben zur Kontaktaufnahme und Zuordnung für eventuelle Rückfragen dauerhaft gespeichert werden. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen. Hinweis: Diese Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, indem Sie eine E-Mail an info@sabinerittner.de schicken.

        Trance: Determinanten, Inhalte und Konsequenzen von Tranceerlebnissen


        Eine empirische Studie am Beispiel „Ritueller Körperhaltungen“


        Leitung der Studie
        Sabine Rittner, wiss. Mitarbeiterin und Musikpsychotherapeutin und Dr.sc.hum. Dipl. Psych. Mag. Christina Hunger

        Durchführung der Studie
        2003 – 2005

        Forschungsüberblick als Poster
        PDF Download

        Die StudienteilnehmerInnen
        An der Studie nahmen 19 TeilnehmerInnen (14 ♀, 5 ♂) der Selbsterfahrungsgruppe „Reisen in die andere Wirklichkeit“ (Leitung: Sabine Rittner) in Heidelberg teil. Die Zusammensetzung der Gruppe reichte von 6 Personen ohne Erfahrung in den Rituellen Körperhaltungen über 6 Personen mit einem mittleren Erfahrungsniveau bis hin zu 6 sehr erfahrene Personen, die sich schon seit mehr als fünf Jahren mit „Rituellen Körperhaltungen und ekstatischer Trance“ beschäftigen.

        Die untersuchten Rituellen Körperhaltungen
        Es wurden die Rituellen Körperhaltungen der „Bärenhaltung“, des „Olmekischen Prinzen“, des „Saami-Schamanen“ und der „Südmährischen Frau“ untersucht.

        Die Forschungsmethoden
        Als grundlegende Voraussetzung zu der Forschungsarbeit galt die umfassende Teilnahme der Forscherin Christina Hunger an der gesamten Selbsterfahrungsgruppe. So konnte sie die Trance in den ausgewählten Rituellen Körperhaltungen ganz unmittelbar erleben und war darüber hinaus auch in alle weiteren Prozesse der Gruppe direkt involviert.

        In einem selbst entwickelten Fragebogen schätzten sich die TeilnehmerInnen u.a. hinsichtlich ihrer Erfahrungen mit Rituellen Körperhaltungen ein. Sie erlaubten der Autorin, die Erzählberichte zu den Tranceerlebnissen in den Kreisgesprächen nach dem Ritual schriftlich festzuhalten. Nach Abschluss der Selbsterfahrungsgruppe stellten sich darüber hinaus 4 Neulinge und 4 in Rituellen Körperhaltungen sehr erfahrene Personen für spezifische Interviewfragen zur Verfügung.


        Fragestellungen, Ergebnisse und Diskussionen


        1. Fragestellung: „ERLEBNISSPEZIFITÄT“
        In Anlehnung an die von Goodman (1986) formulierte Annahme, dass jede Rituelle Körperhaltung ein spezifisches Erlebnis ermöglicht, lautet die erste Fragestellung: Sind die Tranceerlebnisse der TeilnehmerInnen während einer Rituellen Körperhaltung so ähnlich, dass sie sich von anderen Tranceerlebnissen in anderen Rituellen Körperhaltungen deutlich unterscheiden?

        Ergebnis
        In ihren Erzählungen berichten die TeilnehmerInnen wiederholt, sich in der Trance stark körperlich gespürt und viele visionäre Erlebnisse erfahren zu haben. Der Tranceinhalt – was körperlich erlebt wurde bzw. wie die Vision war – unterscheidet sich jedoch – entgegen der Annahme von Goodman – von Person zu Person.
        Ein Beispiel: Der Olmekische Prinz ermöglicht nach Goodman (1993) vielfältige Erlebnisse mit dem Element Wasser. Derartige Wahrnehmungen thematisieren jedoch nur drei der 19 StudienteilnehmerInnen. Und darüber hinaus werden Erlebnisse mit Wasser auch in den anderen Rituellen Körperhaltungen berichtet. Aus wissenschaftlich statistischer Sichtweise ist damit die Annahme spezifischer Tranceerlebnisse Ritueller Körperhaltungen abzulehnen.

        Diskussion
        Meiner Ansicht nach muss jedoch beachtet werden, dass in der vorliegenden Studie die spezifischen Erlebnisinhalte der Trance nicht direkt erfragt wurden. Vielmehr dienten die spontanen Erzählberichte der GruppenteilnehmerInnen im Anschluss an die Rituale der Hinterfragung der Erlebnisspezifität. Insofern gehe ich davon aus, dass sich die Häufigkeit der Erlebniselemente bei direkter Erfragung erhöhen würde. Aussagen zur Ablehnung bzw. Beibehaltung der Annahme der Erlebnisspezifität könnten dann eine zutreffendere Einschätzung geben, als diese allein aufgrund statistischer Werte möglich ist.


        2. Fragestellung: „DETERMINANTEN“ und „KONSEQUENZEN“
        Im zweiten Teil der Studie interessieren Fragen zu a) den Determinanten (Einflussgrößen), die auf die Art und Weise der erlebten Trance wirken und b) den Konsequenzen der Tranceerlebnisse, die möglicherweise zu Veränderungen im Umgang mit Anforderungen im alltäglichen Leben führen.

        Ergebnis
        Die Ergebnisse sind so vielfältig, dass sich im Folgenden ihre Darstellung auf 8 ausgewählte, besonders interessante Aspekte konzentriert.

        Die TeilnehmerInnen berichten, in ihren Tranceerlebnissen der Rituellen Körperhaltungen Antworten auf personale und transpersonale Fragestellungen zu finden. Sie schildern einerseits ein zunehmend besseres Verstehen ihrer eigenen persönlichen Prozesse als auch andererseits eine erhöhte Akzeptanz gegenüber anderen Personen. Im Alltag nehmen die GruppenteilnehmerInnen ihre körperlichen Prozesse, z.B. eine verkrampfte Körperhaltung nach zu langem Sitzen, bewusster wahr. Auch werden ihnen persönliche Kindheitsereignisse verständlicher. Sie schildern einen reflektierten Umgang mit Fragen an die eigene Biografie. TeilnehmerInnen aus sozial- und psychotherapeutischen Berufen beschreiben einen anerkennenderen Umgang gegenüber zunächst befremdlich erscheinenden Erlebnissen ihrer Klienten und Patienten ausgebildet zu haben. Sie berichten, dass sich ihr Verständnishorizont z.B. bezüglich Psychose nahen Erfahrungen seitens ihrer Klienten und Patienten, erweitert hat.
        Schwierigkeiten formulieren die TeilnehmerInnen hinsichtlich der Verbalisierung ihrer Tranceerlebnisse. Auch teilen sie diese außerhalb der Kreisgespräche kaum anderen Personen mit.

        Diskussion
        Das Fazit dieser Ergebnisse sehe ich in der Eignung Ritueller Körperhaltungen als Möglichkeit einer spirituellen Körper- und Psychotherapie.


        3. Fragestellung: „ERFAHRUNGSUNTERSCHIEDE“
        Im dritten Teil hinterfragt die Studie, wie sich das unterschiedliche Erfahrungsniveau der TeilnehmerInnen in ihren Tranceerlebnissen wieder spiegelt: Erleben Neulinge im Vergleich zu erfahrenen Personen die Trance Ritueller Körperhaltungen anders?

        Ergebnis
        GruppenteilnehmerInnen ohne Vorerfahrung in Rituellen Körperhaltungen schildern in ihren Trancen vor allem körperliche Prozesse wahrgenommen zu haben. Nicht selten wurden diese von schmerzhaften Empfindungen begleitet. Erfahrene Personen berichten dagegen häufiger von visionären Tranceerfahrungen. Mit zunehmender Tranceerfahrung beziehen auch die Neulinge visionäre Erlebnisse in ihre Beschreibungen ein und allein körperliche Wahrnehmungen werden geringer.

        Diskussion
        Die Besonderheiten in den Erzählungen von Neulingen und in Rituellen Körperhaltungen erfahrenen Personen erklären sich für mich im Rahmen der grundlegenden Annahmen der Kognitionspsychologie. TeilnehmerInnen ohne vorherige Erfahrungen verfügen über kein bzw. ein nur geringes „Trance-Wissen“ bzw. „Trance-Schema“. Sie suchen nach vergleichbaren Situationen, um sich ihre Tranceerlebnisse erklären zu können (assimilieren), wobei ihnen die Möglichkeiten der ekstatischen Trance und visionären Erfahrung noch wenig bekannt sind. Gegenteilig zu den Neulingen wissen erfahrene Personen ihre Tranceerlebnisse sehr gut einzuordnen und bilden darüber hinaus neue kognitive Strukturen aus (akkomodieren).

        Ein Beispiel: Eine neue Teilnehmerin berichtet über so furchtbare Schulterschmerzen während der Trance, dass sie sich gezwungen sah, die Trance abzubrechen. Eine erfahrene Teilnehmerin schildert ähnliche Schmerzen. In ihrer weiteren Erzählung ordnet sie diese jedoch den Krallen eines Adlers zu, der sich auf ihre Schultern gesetzt hatte, um sie in der weiteren Trance im Flug mit in einen anderen Teil des schamanischen Weltenbaumes zu nehmen. Bei der Rückkehr aus der Trance stellt sie fest, dass sich ihre Schulterschmerzen aufgelöst haben.


        Literatur

        Goodman, F. D. (1986)
        Body posture and the religious altered state of consciousness: An experimental investigation
        Journal of Humanistic Psychology, 26 (3), 81-118.

        Goodman, F. D. (1993)
        Wo die Geister auf den Winden reiten: Trancereisen und ekstatische Erlebnisse
        Freiburg: Hermann Bauer.


        Projektbezogene Publikationen

        Hunger, Christina and Rittner, Sabine (2015)
        Ritual Body Postures: Empirical Study of a Neurophysiological Unique Altered State of Consciousness
        In: The Humanistic Psychologist, 43:4, p. 371-394. UK: Taler and Francis.
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        Rittner, Sabine und Hunger, Christina (2013)
        Blute in die Erde – Der ritualisierte Einsatz ekstatischer Trancezustände in der Psychotherapie – Forschung und Praxis
        In: Passie, Torsten (Hg.): Ekstasen: Kontexte – Formen – Wirkungen. Bibliotheca Academica.
        Würzburg: Ergon Verlag. S. 311 – 325.
        PDF Download

        Hunger, Christina (2005)
        Trance: Determinanten, Inhalte und Konsequenzen. Eine empirische Studie am Beispiel Ritueller Körperhaltungen
        Diplomarbeit Psychologie, Universität Landau.

         

        Die Klang- und Mustermedizin der Shipibo-Conibo im Amazonastiefland von Peru


        Beschreibung der psycho-physischen Wirkungen der Icaro-Gesänge aus Sicht der Ayahuasqueros.

        Eine Feldforschungs-Studie in Ost-Peru.


        Leitung und Durchführung
        Sabine Rittner, Wiss. Mitarbeiterin, Musikpsychotherapeutin

        Projektzeitraum
        2004 – 2006

        Datenerhebungszeitraum
        Juli – Oktober 2005

        1. Forschungsgegenstand
        Die Shipibo-Conibo-Shetebo sind ein indigene Volksgruppe der Ureinwohner Ost-Perus (Selva-Gebiet), die in mehreren Dörfern im Amazonastiefland am Oberlauf des Ucayalli, einem Quellfluß des Amazonas, angesiedelt sind. Sie beherrschen die außergewöhnliche „Kunst der geometrischen Muster“, die in vielfältiger Weise künstlerisch dargestellt werden: als Körperbemalung, als Stickerei auf Kleidung, auf Keramiken. Anhand der visionären Linienstrukturen im Energiefeld eines Menschen können die Heiler und Heilerinnen der Shipibo während des nächtlichen Heilrituals unter dem durch Ayahuasca veränderten Bewusstseinszustand den Gesundheitszustand des Klienten/der Klientin diagnostizieren.

        Das mächtigste Heilmittel des Ayahuasqueros zur Steuerung und Modellierung des veränderten Bewusstseinszustandes und zur therapeutischen Beeinflussung des Gesundheitszustandes seiner Klienten sind seine Gesänge, die „Icaros“ und „Mariris“. Diese Gesänge dienen als Schutz, als Begleiter und „Führer durch das Labyrinth“ der Halluzinationen. Mit ihnen können beim Klienten gezielt Visionen erzeugt und diese gesteuert und moduliert werden.

        Diese Icaros sind leise gesungene, wiederkehrende, sprachfreie, melodische Gesänge. Mariris hingegen sind Gesänge mit festgelegten Texten. Beide Arten von Gesängen werden traditionell entweder vom Lehrmeister persönlich an den Schüler weitergegeben oder aber, dies noch häufiger, während der mehrjährigen Lehrzeit in der Isolation des Regenwaldes erlernt. Die Heiler betonen, dass sie ihre Kenntnisse direkt von den Geistern („madres“) der meist halluzinogen wirksamen Pflanzen vermittelt bekommen (Meisterpflanzen oder „doctores“).

        Die traditionelle, heute in Stadtnähe z.T. ergänzend zur westlichen Medizin angewandte Erfahrungsheilkunde der Tieflandindianer Perus, basiert im Wesentlichen auf der Kenntnis der Wirksamkeit endogener Pflanzen. Träger dieses Wissens sind kräuterheilkundige Curanderos, Vegetalistas oder Ayahuasqueros (Männer und in geringerer Zahl auch Frauen). Zur Anwendung kommen in der Behandlung neben dem nächtlichen Gruppen-Heilritual u.a. innere Reinigungen („purga“), Dampfbäder, Waschungen, Klistiere, Einreibungen, Massagen, Tees, Diäten und Kräuterverschreibungen. Im allgemeinen nimmt im Heilritual der Ayahuasquero als auch seine Assistenten Ayahuasca ein, die Patienten und ihre ggf. anwesenden Angehörigen trinken bei der untersuchten Ethnie traditionell kein Ayahuasca während des nächtlichen Heilrituals.


        Ayahuasca (auch genannt „Santo Daime“, „Yage“ oder „Natem“) ist eine halluzinogene Substanz, die aus der Liane Banisteriopsis caapi und je nach Zielsetzung des Rituals aus verschiedenen pflanzlichen Zusatzstoffen („chakruna“) durch Einkochung extrahiert wird. Dabei unterscheidet man Zusätze, „die reisen lassen“, die „sehen lassen“, die „heilen lehren“ etc. Bei den Shipibo kennt man vier Arten: „wahren Ayahuasca“, „camaramti“, „chahua“ und „masha“ (Andritzky, 1999). Pharmakologisch besteht Ayahuasca aus den Alkaloiden Harmin, Harmalin und Tetrahydroharmin in Verbindung mit DMT (Dimethyltryptamin).

        Es existiert umfangreiche wissenschaftliche Fachliteratur über den in verschiedenen Regionen und Bevölkerungsgruppen des Amazonastieflandes recht unterschiedlichen rituellen Einsatz von Ayahuasca zu Heilzwecken, über die psychologische Wirkung, Pharmakologie, Mythologie und Geschichte des halluzinogenen Substanzgemischs (z.B. Schultes und Hofmann, 1992; Andritzky, 1999; Shanon, 2002). Auffallend dabei ist, dass die dabei verwendete Musik, speziell die Gesänge der Ayahuasqueros, zwar am Rande Erwähnung finden, dass sie jedoch bisher nur in wenigen Veröffentlichungsn im Fokus des wissenschaftlichen Interessen standen (Katz und Dopkin de Rios, 1971; Luna, 1984; Dopkin de Rios, 2003). „Even though the icaros are considered the main expression of the healer’s or „curandero’s“ power and have a central place in their healing practices (…), specific literature on them is scarce, particularly with respect to how the icaros heal.” (Bustos, 2004, S.1)



        2. Zielsetzung
        Das Ziel der Studie war eine qualitative, ethnopsychologische Wirkungsforschung zum klanginduzierten visionären Erleben von indigenen Heilern des peruanischen Amazonasgebietes und ihren Klienten. Es handelt sich um einen phänomenologischen Zugang zum Forschungsfeld, bei dem die subjektive Einschätzung der an den Heilungsritualen Beteiligten im Zentrum der Aufmerksamkeit steht.

        Die Studie sollte dazu beitragen, das Wissen um den gezielten Einsatz von Musik, hier speziell der menschlichen Stimme, zur Induktion und Modellierung von veränderten Wachbewusstseinszuständen weiter zu vertiefen und anhand der oral tradierten Erfahrung ostperuanischer Heiler und Heilerinnen zu fundieren. Die systematische Aufarbeitung dieses überlieferten Wissens kann einen transkulturellen Beitrag zum fokussierten therapeutischen Einsatz von Musik und Stimme im Kontext westeuropäischer Psychotherapie leisten.
        Diese interdisziplinäre Forschungsarbeit war im Schnittfeld verschiedener Fachdisziplinen angesiedelt: Bewusstseinsforschung, Psychologie, Medizin, Musikwissenschaft, Ethnologie, Musiktherapie, Creative Arts.


        3. Fragestellungen
        → Hauptfrage: Welche subjektive Wirkung wird den Icaros-Gesängen von den am Ayahuasca-Ritual Beteiligten zugeschrieben?

        → Weitere Fragen: Welche Bedeutung haben die visionären, geometrischen „energetischen Muster“ der Shipibo für den Veränderungsprozess des Klienten/der Klientin?

        4. Methodische Überlegungen zur Studie
        4.1. Stichprobe
        Es wurden 10 Ayahuasqueros/-as (Indigenos der Shipibo und Mestizen), sowie 3 indigene und 3 westliche Klienten interviewt: N= 16.
        Zusätzlich flossen die Eigenerfahrungen der Autorin aus der teilnehmenden Beobachtung in Form von Tagebuchaufzeichnungen, Gemälden und Tonaufnahmen in einen gesonderten Auswertungsteil mit ein.

        4.2. Rekrutierung
        Während eines mehrmonatigen Feldforschungsaufenthaltes der Autorin in Ost-Peru wurden in den Shipibo Dörfern Santa Clara, Nuevo Ceilan und Caimito Interviews durchgeführt. Die Bereitschaft der örtlichen Interviewpartner zur Mitarbeit war gewährleistet, da die Untersuchung in enger Zusammenarbeit mit zwei langjährig felderfahrenen Forscherinnen und Dolmetscherinnen stattfand.

        4.3. Erhebungsmethode
        Die Musik (Icaro-Gesänge) der mehrstündigen nächtlichen Heilrituale der Ayahuayqueros wurde klanglich vollständig aufgezeichnet. Eine Video-Dokumentation der Heilsitzungen war nicht möglich, da die Dunkelheit einen wesentlichen Wirkfaktor für das halluzinogen- und klanginduzierte visionäre Erleben darstellt. Künstliche Beleuchtung würde das traditionelle Setting unzulässig verändern.

        Datenmaterial wurde aus halbstrukturierten Leitfaden-Interviews sowie aus den der teilnehmenden Beobachtung entsprungenen Feldforschungs-Tagebuchaufzeichnungen der Autorin gewonnen. Möglichst zeitnah nach dem Ayahuasca-Ritual, wenn möglich am nächsten Morgen, wurden Interviews sowohl mit den Shipibo-Schamanen als auch mit den indigenen Klienten geführt. Ebenso wurden anwesende Klienten aus dem westlichen Kulturkreis möglichst zeitnah nach der nächtlichen Sitzung befragt.

        Während der Interviews wird der Bezug zu musikalischen Passagen aus dem vorangegannenen Ritual wiederhergestellt, indem die interviewte Person ausgewählte kurze Ausschnitte aus der nächtlichen Heilungszeremonie über Kopfhörer vorgespielt bekommt.
        Die Interviews wurden digital aufgezeichnet, später transkribiert und wo erforderlich übersetzt (Shipibo – Spanisch – Deutsch).

        4.4. Auswertungsmethode
        Qualitative Inhaltsanalyse der halbstrukturierten Interviews sowie der Feldforschungs-Tagebücher aus der teilnehmenden Beobachtung der Autorin.


        5. Zeitplan
        Januar 2004 – Juni 2005: Planung, Recherchen und Vorbereitung der Studie
        Juli – Oktober 2005: Feldforschungsaufenthalt in Ost-Peru
        Oktober 2005 – Dezember 2005: Transkription und Übersetzung des Datenmaterials
        Januar – Juli 2006: Auswertung
        Ab August 2006: Publikationen


        6. Finanzierung
        Der für die Studie erforderliche Feldforschungsaufenthalt in Peru wurde aus persönlichen Mitteln der Autorin finanziert. Für Transkription und Übersetzung des Datenmaterials wurden Mittel der Abteilung für Medizinische Psychologie und des „Fördervereins Zukunftsmusik e.V. an der Abteilung für Medizinische Psychologie“ eingesetzt.


        Projektbezogene Publikationen

        Rittner, Sabine (2016)
        The sound and pattern-medicine of the Shipibo in the Amazon lowlands of Peru – Ethnotherapeutical reflections on beneficial attitudes in Shamanism and in Music Therapy
        Lecture at the 44. Nishi-Nippon Association of Art Therapy Conference “Folk Customs, Culture, Art and Music Therapy” Izumi Hospital, Okinawa 27th July 2015.
        Published in Japanese and English in: Nishi-Nippon Bulletin of Art Therapy, No. 44, 2016, p. 7 – 37. Japan.

        Rittner, Sabine (2015)
        Shamanism and Community – Encounters with Sound Healing Experts in the Amazon Lowlands of Peru
        In: Yoshihide Takaesu (Hg.): The Izumi Journal of Health Ecology. Vol. 30. Okinawa, Japan.

        Rittner, Sabine (2012)
        Rituale, Trance, Ekstase – Alte Wege zu neuer Verbundenheit.
        In: Was uns verbindet – Energie und Empathie. Tagungsband 31.Goldegger Dialoge. Kulturverein Schloss Godlegg, Eigenverlag.

        Rittner, Sabine (2008)
        Sound – Trance – Healing. The sound and patternmedicine of the Shipibo in the Amazon lowlands of Peru
        In: Cuyamungue Institute Newsletter, April 2008. New Mexico.

        Rittner, Sabine (2008)
        Klang-Trance-Heilung. Die Klang- und Mustermedizin der Shipibo im Amazonastiefland von Peru
        In: W.Bossinger, R.Eckle (Hg.). Schwingung und Gesundheit. S.81-104. Battweiler: Traumzeit-Verlag.

        Rittner, Sabine (2007)
        Sound – Trance – Healing. The sound and pattern medicine of the Shipibo in the Amazon lowlands of Peru
        In: Music Therapy Today (online 18th July). Internet Vol.VIII (2), page 196-235. University Witten/Herdecke, Chair for Qualitative Research in Medicine (Hg.). www.musictherapyworld.net
        PDF Download

        Rittner, Sabine (2006)
        Klang – Trance – Heilung: Veränderte Bewußtseinszustände zwischen Schamanismus, Wissenschaft und Psychotherapie
        Vortrag, erschienen als DVD im Kontext der Vortragsreihe „Schwingung und Gesundheit“, Hg. Wolfgang Bossinger. Göppingen.

        Rittner, Sabine (2006)
        Hilfe zur Selbsthilfe: Kleine Hilfen mit Atem, Stimme, Körper. Der Gesang der heilsamen Muster
        In: H.-H. Decker-Voigt, R.Spintge (Hg.): Musik und Gesundsein, Halbjahreszeitung für Musik in Therapie, Medizin und Beratung. Ausgabe 11/2006, S.28. Lilienthal: Eres.

         

        Klang und Trance im EEG – Brainmapping verschiedener Tranceinduktionsmethoden im rituellen Setting


        Ein Kooperationsprojekt zwischen der Abteilung für Medizinische Psychologie der Universitätsklinik Heidelberg und dem Institut für Musiktherapie der Universität Witten/Herdecke

        Projektdauer
        2001-2004

        Durchführung der Messungen und Datenerhebung
        7.9.2002

        Das Forschungsteam
        Projektleitung Sabine Rittner, Universitätsklinik Heidelberg, Abt. für Medizinische Psychologie, sowie Prof. Dr. Jörg Fachner (damals Universität Witten/Herdecke, derzeit Dept. of Music and Performing Arts, Cambridge, GB). Des weiteren: Prof.Dr.Rolf Verres und Dr. Horst Scherg, Universitätsklinik Heidelberg, Abt. für Medizinische Psychologie; Prof. Dr. David Aldridge, Universität Witten/Herdecke, Institut für Musiktherapie. Das Forschungsteam bestand darüber hinaus aus einer Diplomandin/Psychologie sowie zwei Praktikanten/Musiktherapie.

        Der Studie liegt die Annahme zugrunde, dass verschiedene mentale Phänomene, die unter den Begriffen „Trance“ und „Vigilanz“ subsummiert werden, sowohl unabhängig voneinander variieren können, als auch gleichzeitig induziert werden können. Untersucht wurden die Zusammenhänge zwischen subjektivem Tranceerleben, objektivierbarer Trancetiefe, messbarer Vigilanz und lokalisierbarer Gehirnaktivität im topographischen Elektroenzephalogramm.

        Im Focus der Untersuchung standen vier verschiedene erprobte rezeptive Verfahren, deren tranceinduzierende Wirkungen auf die Versuchspersonen gemessen und miteinander verglichen wurden:

        1. Körpermonochord („Somasandawa“ nach H.P. Klein)
        2. monochrome Stimmklänge
        3. Peruvian Whistling Vessels (altperuanische Pfeifengefäße, trad. nach D. Statnekov)
        4. eine „Rituelle Körperhaltung“ mit Rassel-Stimulation („Der olmekische Prinz“, trad. nach F. Goodman)

        Mit diesen Verfahren können sowohl primär trophotrope als auch primär ergotrope veränderte Wachbewusstseinszustände ausgelöst werden. Die Messungen wurden im Rahmen eines dem Forschungsgegenstand angemessenen rituellen Gruppensettings (naturalistisches Design) an einem Tag im September 2002 an der Abteilung für Medizinische Psychologie der Universitätsklinik Heidelberg durchgeführt.

        Neben der systematischen Variation der oben genannten Induktionsmethoden wurden schriftliche Spontanäußerungen der Versuchspersonen und Gruppenteilnehmer mit den objektivierbaren physiologischen Parametern korreliert. Es handelt sich um einen multiperspektivischen Forschungsansatz, in dem drei verschiedene methodische Zugänge zum Forschungsgegenstand gewählt und in der Auswertung miteinander in Beziehung gesetzt wurden:


        1. Bildgebendes Verfahren
        Mit Hilfe eines topographischen quantitativen Spontan EEGs (EEG-Brainmapping) wurde die topographische Veränderung von Vigilanzzuständen bei 2 Versuchspersonen gemessen. Diese Einbettung der Messungen mit Hilfe eines transportablen EEG-Messgerätes in ein nicht-artifizielles, vertrautes, rituelles Setting im Rahmen einer den Versuchspersonen bekannten Gruppe erscheint besonders wichtig. Anders als eine isolierte Laborsituation gewährleistet diese Vertrautheit der Gruppensituation den erlebnisunterstützenden soziophysiologischen Einfluss auf die klanginduzierten Tranceerfahrungen aller Beteiligten. Auf diese Weise können verfremdende Einflüsse des Settings (Labor-Artefakte) vermieden werden.

        2. Quantitative Untersuchung
        Es kamen zwei verschiedene Fragebogenbatterien zum Einsatz: „5D-APZ“ von Dittrich, Lamparter und Maurer, Zürich 1999 und „Phenomenology of Consciousness Inventory“ (PCI) von Pekala, 1982, 1991 in der deutschen Fassung von Ulrich Ott, Universität Giessen.


        3. Qualitative Untersuchung
        Die schriftlich fixierten persönlichen Erlebnisse der Versuchspersonen und der Gruppenteilnehmer wurden in Form einer qualitativen Exploration inhaltsanalytisch ausgewertet, miteinander verglichen und mit den Ergebnissen der Auswertung von 1. und 2. in Beziehung gesetzt.


        Ziel dieser Pilotstudie war die wissenschaftliche Überprüfung und Fundierung rezeptiv musiktherapeutischer und aus dem Kontext der Anthropologie stammender Behandlungsverfahren zur Tranceinduktion sowie deren Einbettung in Erkenntnisse aus der Bewusstseinsforschung.

        Die Pilotstudie wurde aus Mitteln der Abt. für Medizinische Psychologie der Universitätsklinik Heidelberg (Leitung Prof. Dr. Rolf Verres) finanziert.


        Projektbezogene Publikationen

        Fachner, Jörg; Rittner, Sabine (2003)
        Sound and trance in a ritualistic setting – two single cases with EEG brainmapping
        In: Brain Topography, Vol.16, No.2, Winter 2003. S. 121. Human Sciences Press.

        Rittner, Sabine (2003)
        Brainmapping of different Tranceinduktion Methods in a ritual setting
        In: Nauwald, Nana, Goodman, Felicitas D. (Hg.): Ecstatic Trance: New Ritual Bodypostures. A Workbook. Binkey Kok Publications.

        Rittner, Sabine; Fachner, Jörg (2004)
        Klang und Trance im EEG – Brainmapping mit dem Ganzkörper-Monochord im therapeutischen Setting
        In: Musiktherapeutische Umschau, Bd.25, 1. Göttingen: Vandenhoeck & Rupprecht.

        Rittner, Sabine; Fachner, Jörg (2004)
        Klang und Trance im EEG – Brainmapping verschiedener Tranceinduktionsmethoden im rituellen Setting
        In: Musiktherapeutische Umschau Online, Bd.25, 1. (www.musiktherapie.de)
        PDF Download: Klang und Trance im EEG

        Fachner, Jörg; Rittner, Sabine (2004)
        Sound and trance in a ritualistic setting visualised with EEG Brainmapping
        In: Music Therapy Today (online). University Witten/Herdecke, Chair for Qualitative Research in Medicine (Hg.). Internet Vol. V, Issue 2.
        PDF Download: Sound and trance in a ritualistic setting visualised with EEG Brainmapping

        Rittner, Sabine (2004)
        Brainmapping verschiedener Tranceinduktionsmethoden im rituellen Setting
        In: Nauwald, Nana; Goodman, Felicitas (Hg.): Ekstatische Trance. Rituelle Körperhaltungen und ekstatische Trance. S. 39 – 40. Havelte / Holland: Binkey Kok.

        Gesell, Daniela (2004)
        Klang & Trance. Qualitative Auswertung klanginduzierter Trancezustände im Rahmen einer Pilotstudie
        Diplomarbeit Psychologie, Universität Heidelberg.

        Fachner, Jörg; Rittner, Sabine (2005)
        Music and altered states of consciousness (ASC). Sound and trance in a ritualistic setting visualised with EEG Brainmapping
        In: Aldridge, D.; Fachner, J.; Erkkilä, J. (Hg.): Many Faces of Music Therapy – Proceedings of the 6 th European Music Therapy Congress, June 16 – 20,2004 . Finland: Jyväskylä. S. 942 – 973. E-Book (PDF) available at: Music Therapy Today.com Vol 6, Issue 4, Nov. 2005.
        PDF Download: Music and altered states of consciousness (ASC), sound and trance in a ritualistic setting

        Rittner, Sabine (2007)
        Trance und Ritual in Psychotherapie und Forschung
        In: Jungaberle, H.; Verres, R.; Dubois, F. (Hg.): Rituale erneuern. Psychosozial Verlag.

        Fachner, Jörg; Rittner, Sabine (2007)
        EEG brainmapping of trance states induced by Monochord and Ritual Body Postures in a ritualistic setting
        In: Isabelle Frohne-Hagemann (Hg.): Receptive Music Therapy – Theory and Practice. Wiesbaden: Reichert Verlag.

        Rittner, Sabine (2008)
        Brainmapping verschiedener Tranceinduktionsmethoden im rituellen Setting.
        Erschienen in russischer Sprache.
        In: Nauwald, Nana, Goodman, Felicitas (Hg.): Ekstatische Trance. Rituelle Körperhaltungen und ekstatische Trance. S. 50 – 52. Moskau. ISBN 978-5-386-00703-4

        Rittner, Sabine (2011)
        Brainmapping verschiedener Tranceinduktionsmethoden im rituellen Setting
        In: Nauwald, Nana, Goodman, Felicitas (Hg.): Ekstatische Trance. Rituelle Körperhaltungen und ekstatische Trance. S. 43-45. AT-Verlag.

        Fachner, Jörg; Rittner, Sabine (2011)
        Ethnotherapy, Music and Trance: An Investigation into Sound-Trance-Induction
        In: Dean Cvetkovic et al. (Hg.). States of Consciousness: Experimental Insights into Meditation, Waking, Sleep and Dreams. Heidelberg: Springer Verlag, The Frontiers Collection Series. P.235-256. ISBN 978-3-642-18046-0

        Rittner, Sabine (2012)
        Klang – Trance – Heilung: Veränderte Bewusstseinszustände zwischen Schamanismus, Wissenschaft und Musikpsychotherapie
        Erschienen in japanischer Sprache.
        In: Clinical Music Therapy. The Association of Clinical Music Therapy, Kyushu, Japan. Übersetzung: Yukiko Mizokami. S. 10–30.

         

        Musikpsychotherapie


        In meinen Beratungen, Therapien und Coachings spielen nonverbale und körperorientierte Zugänge zu unbewussten Ressourcen eine wichtige Rolle. Die Musiktherapie bietet hier reichhaltige Zugänge: rezeptiv, über die unmittelbare Wirkung von Klängen in der Klangtrance und aktiv über den Ausdruck von Gefühlen beim improvisierenden Spiel mit Instrumenten.


        So kann man zum Beispiel beim Liegen auf dem Ganzkörper-Monochord die Klänge nicht nur hören, sondern gleichzeitig im gesamten Körper spüren und sich von seinen Schwingungen und Vibrationen in andere Wahrnehmungsräume tragen lassen. Gerne setze ich auch meine Stimme mit ein und begleite singend die therapeutischen Prozesse.


        Die „Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft“ (DMTG) definiert es folgendermaßen:
        „Musiktherapie ist der gezielte Einsatz von Musik im Rahmen der therapeutischen Beziehung zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit. (…) Der Begriff „Musiktherapie“ ist eine summarische Bezeichnung für unterschiedliche musiktherapeutische Konzeptionen, die ihrem Wesen nach als psychotherapeutische zu charakterisieren sind, in Abgrenzung zu pharmakologischer und physikalischer Therapie.“

        Während einer Therapiestunde „vergesse“ ich manchmal alles andere um mich herum. Ich tauche ein in die Tiefendimension des Augenblicks, die Begegnung, den momentanen Prozess, den ich als Gestalt höre, spüre, sehe. Häufig gehe ich in einen tranceartigen Zustand fokussierter Präsenz, einen Ort innerer Stille und Klarheit, an welchem Wissen, Erfahrung und Intuition miteinander verschmelzen …

        Was einzig und allein „heilt“, besser: festgefahrene Reaktions- und Erlebnisweisen wieder ins Fließen bringt, Veränderung stimuliert, ist das Aufschließen vorhandener Ressourcen in der Neuerfahrung einer gelungenen, von Achtung und Liebe getragenen Beziehung. Die jeweilige Methode kann dabei immer nur das Vehikel sein.